Montag, 27. Juni 2011

Wenn das kleine Mädchen tanzt


Wenn das kleine Mädchen tanzt, gibt es viele Augen die ihr aus der Dunkelheit heraus dabei zu sehen. 
Hin und wieder bemerkt sie diese Beobachter. Dann lacht sie mit den Wohlwollenden, lächelt über die  Verschmitzten und freut sich über die Liebenden. 
Unfreundliche Augen lassen sie manchmal innehalten und weinen, aber meistens dauert es nicht lange, bis eine Hand auftaucht und sie zum weiter tanzen auffordert - nein ermutigt. Sie liebt es. Leidenschaftlich bewegt sie sich über Nackenschmerzen und Fußblasen hinweg. Sie liebt es, wenn sich die Musik plötzlich ändert. Glaub nicht, dass ihr nur die fröhliche Musik gefällt, oder nur die romantische. Oft sind es die zarten, traurigen Klänge, die sie am tiefsten berühren. Und manchmal gibt ihr gerade das Unharmonische das Gefühl von wilder Lebendigkeit. 
Siehst du sie tanzen? 
Gestern noch barfuss, heute in roten Schuhen. 

Sonntag, 19. Juni 2011

Gedanken einer frommen Rampensau




Ich gebe es ja zu: Ich liebe es, auf der Bühne zu stehen! Es ist für mich tatsächlich ein ganz intesives Erlebnis mit Gott.

So wie letztens kurz vor meinem Auftritt in der Siegerlandhalle - PFIJUKO 2011! - ca. 2500 junge Menschen - Und ich im Backstagebereich erkläre mich zum bestimmt 500mal für verrückt hier zugesagt zu haben - und auch noch einen Monolog zu spielen. Ich sitze in meiner Garderobe (was bin ich ausgeflippt, als man mir sagte ich hätte eine Künstlergarderobe! So richtig mit Namenschild an der Tür! ;) ) also sitze ich da vor dem Spiegel und es kribbelt in meinen Handflächen... o Gott... was, wenn ich beim rückwärts Laufen auf meinen langen Rock trete, der wird durch das festgeklemmte Mikro sowieso schon nach unten gezogen... - 2500 Menschen schauen zu. „Was wenn´s“ gibt es noch jede Menge, aber mit dem Gebetsteam beten wir nicht nur den Rock fest, sondern bitten von ganzem Herzen, dass das ganze nicht nur Unterhaltung wird, sondern die Zuschauer tiefer berührt, sie sich wieder erkennen, ertappt fühlen, provoziert, herausgefordert - und ich komme mir fast unverschämt vor, so viel zu erwarten. Nach dem Beten bin ich ruhig und als ich auf die Bühne trete, merke ich, dass Gott da ist - wie sich das anfühlt, ist nicht zu beschreiben, er ist wie ein Regisseur in meinem Kopf ... die Proben, sind nie so gut, wie die Aufführungen selbst - ich glaube, dass Gott da einfach die Sache übernimmt. Ich fühle uns wie ein Team. Ich wurde von Gott so geil berufen und jetzt ist er es, der mich immer wieder befähigt.

Ich habe so einen Spaß dran - auch an dem Wissen, dass es einfach nur in die Hose gehen würde, wenn ich ohne Gott die Bühne betrete...