Montag, 18. Oktober 2010
Was...
Montag, 11. Oktober 2010
Provokant und Postmodern
Dass Gott da ist, haben wir geglaubt,
dass er nett ist, hat man uns gelehrt,
dass Jesus ein Flanellbild ist, haben wir mit eigenen Augen gesehen.
Dass andere anderes glauben, hat uns irritiert,
dass wir anders sind, haben wir gespürt,
dass die anderen überzeugt werden müssen, hat uns Druck gemacht.
Dass Christsein und Freiheit kollidieren, haben wir festgestellt,
dass Sex und Geld regieren, haben wir verdrängt,
dass das zur Doppelmoral führt, haben wir toleriert.
Dass Kirche OUT ist, haben wir durchlitten,
dass sie wieder IN wird, haben wir erhofft,
dass sie dafür neu erfunden wird, haben wir erstritten.
Dass wir die Welt mögen, haben wir mehr und mehr zugegeben,
dass Wahrheit relativ sein könnte, hat uns verunsichert,
dass Wahrheit relativ ist, ließ sich nicht mehr übersehen.
Dass Illusionen weit tragen können, hat uns Angst gemacht,
dass Glaube sich manipulierbar zeigte, machte uns vorsichtig,
dass Papier geduldig ist, flößte uns Skepsis ein.
Und nun – glauben wir noch?
(Verfasser unbekannt)
(Ich habe dieses Gedicht auf dem Blog Dichte Dichte vom Dichten Dichter gefunden)
Freitag, 8. Oktober 2010
O-Töne: "Wir haben nur freilaufende Eier"
Hier einige O-Töne, die die FAZ heute veröffentlicht hat:
Da bleibt einem die Luft weg
Es ist verkaufsoffener Sonntag. Die Kassenschlange ist extrem lang. Eine ältere Dame läuft zielstrebig ganz nach vorne zur Kassiererin.
Ältere Frau: "Darf ich bitte schnell bezahlen, es ist so heißt hier drin. Das Atmen fällt mir sehr schwer und ich muss schnell an die frische Luft."
Die Kassiererin fragt die Kundin, die eigentlich an der Reihe wäre, ob es ihr was ausmache, wenn sie die ältere Frau zuerst kassiere. Diese verneint.
Kassiererin (zur älteren Frau): "Was möchten Sie denn?"
Ältere Frau: "Zwei Päckchen L&M-Zigaretten!"
Einfühlsamer Mini-Macho
Nach einem Unfall sitze ich mit meiner Freundin auf der Couch im Wohnzimmer. Sie ist völlig aufgelöst und weint. Ihr Sohn (acht) sitzt nebenan in der Küche und macht Hausaufgaben. Plötzlich ruft er herüber:
"Mama, du weißt ganz genau, wenn du weinst, kann ich mich nicht konzentrieren."
Er kommt ins Wohnzimmer, nimmt seine Mama in den Arm.
"Wenn man traurig ist, ist es am besten wenn man sich ablenkt. Schau doch Fernsehen. Oder les ein Buch. Oder räum die Küche auf!"
Die Frau, das unbekannte Wesen
Notruf von Rettungsdienst und Feuerwehr. Ein junger Mann ruft an.
Anrufer: „Guten Abend, ich bräuchte dringend einen Rettungswagen für meine Freundin. Ihr geht's irgendwie nicht gut…”
Der Notruftelefonist geht das Abfrageschema durch: Ähnliches schon mal gehabt, Adresse etc. und endet mit:
„Der Wagen ist auf dem Weg zu Ihnen. Für unsere Unterlagen benötige ich jetzt noch den Namen Ihrer Freundin.”
Anrufer: „Ja, Augenblick… (hält die Hand vor den Hörer) …Schatz, wie heißt du noch mal?”
Wunschkonzert für Schwiegermama
Hörer: „Ich wünsche mir für meine Schwiegermutter, die zurzeit im Krankenhaus liegt, den Titel von Ich&Ich 'So soll es sein, so kann es bleiben'.”
(Alle Texte stammen aus dem Buch „Nee wir haben nur freilaufende Eier. Deutschland im O-Ton, Folge 2” von Felix Anschütz, Nico Degenkolb, Krischan Dietmaier und Thomas Neumann, das im Heyne Verlag erschienen ist.)
Und Selber?
Wer kennt ihn nicht, diesen Gedanken: Den Christen geht es in vielen muslimischen Ländern so dreckig, während die hier bei uns Ansprüche stellen... aber irgendwie hat der Alois Glück (Präsident des Zentralkomitees der deutschen Katholiken) da doch recht:
"Die Christen sind die am meisten verfolgte Religionsgemeinschaft auf der Welt. Leider hat die Intoleranz und Aggressivität in einem Teil der islamischen Länder zugenommen. Für unser eigenes Land muss aber gelten, was nach den Maßstäben unseres Grundgesetzes richtig ist. Hier kann es keinen Umgang geben nach dem Motto: Wie du mir, so ich dir."
aus einem Interview der Zeitung "Paussauer Neue Presse" (Vom Blog "politisches Unpolitisch" aufgeschnappt)
das ganze Interview:
http://www.pnp.de/nachrichten/artikel.php?cid=29-29739748&Ressort=pol&Ausgabe=a&RessLang=&BNR=0
Donnerstag, 7. Oktober 2010
von Kommas und Fragen

So, das wars dann auch fast schon wieder. Morgen ist mein letzter Tag vom Praktikum in der Redaktion des Medienmagazins. Und was habe ich gelernt?