Dass Gott da ist, haben wir geglaubt,
dass er nett ist, hat man uns gelehrt,
dass Jesus ein Flanellbild ist, haben wir mit eigenen Augen gesehen.
Dass andere anderes glauben, hat uns irritiert,
dass wir anders sind, haben wir gespürt,
dass die anderen überzeugt werden müssen, hat uns Druck gemacht.
Dass Christsein und Freiheit kollidieren, haben wir festgestellt,
dass Sex und Geld regieren, haben wir verdrängt,
dass das zur Doppelmoral führt, haben wir toleriert.
Dass Kirche OUT ist, haben wir durchlitten,
dass sie wieder IN wird, haben wir erhofft,
dass sie dafür neu erfunden wird, haben wir erstritten.
Dass wir die Welt mögen, haben wir mehr und mehr zugegeben,
dass Wahrheit relativ sein könnte, hat uns verunsichert,
dass Wahrheit relativ ist, ließ sich nicht mehr übersehen.
Dass Illusionen weit tragen können, hat uns Angst gemacht,
dass Glaube sich manipulierbar zeigte, machte uns vorsichtig,
dass Papier geduldig ist, flößte uns Skepsis ein.
Und nun – glauben wir noch?
(Verfasser unbekannt)
(Ich habe dieses Gedicht auf dem Blog Dichte Dichte vom Dichten Dichter gefunden)
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