Dienstag, 7. Februar 2012

Blutgespende

Und das zum ersten Mal in meinem Leben! Tapfer habe ich mir eingeredet, dass ich  keine Angst davor habe, gepieckst zu werden. Nunja, der Mut, den ich aufbringen konnte hat gerade so gereicht...

 Um Panikattacken zu verhindern blödeln wir während der Wartezeit herum.
"Wir sind Bierfässer - zapft uns an", oder "ich gebe alles!...", oder "Wasser lassen, Blut lassen, loslassen - Lydia ist undicht. klar, wer für alles offen ist kann nicht ganz dicht sein" ... Nicht sehr niveauvoll - aber hilfreich.

Nach Gespräch und Vorsorgeuntersuchung die frohe Botschaft: Ich bin gesund! Puhh - jetzt gehts auf die Liege. Nadel in die Vene, Ball in die Hand: pumpen und laufen lassen. Anfangs scheine ich noch etwas geizig zu sein, doch nach einem Gerüttel an der Nadel seitens der Schwester und einem Aufschrei meinerseits lasse ich mein Blut fließen - über Gießen.

Während das Herz Blut in den Beutel pummt, reden ich und meine Liegennachbarin über Herzensangelegenheiten - ganz passend. Rot wie die Liebe, rot wie das Blut... 

Und dann ganz am Ende eine herrliche Skurrilität. Noch nie zuvor hielt mir jemand einen Beutel Blut vors Gesicht und sagte mit strahlendem Lächeln: "Dankeschön!" 

Na, bitte  - die Sache war es wert. Hoffentlich konnte ich jemandem helfen. Mit viel Spass ein Leben retten.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen